Projekt zu E-Portfolio genehmigt
Bildungspolitische Rahmenbedingungen für den Einsatz von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen
Gestern am letzten Arbeitstag 2006 kam die erfreuliche Nachricht, dass unser neues E-Portfolio-Projekt "Bildungspolitische Rahmenbedingungen für den Einsatz von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen" von der Bundesministerin genehmigt wurde.
Mit dem Einsatz von E-Portfolios werden Hoffnungen für den individuellen Lernprozess als auch für die institutionelle Personalentwicklung verbunden. Die Erwartungen schließen sowohl Leistungsbewertung und Leistungsunterstützung, Dokumentation von Kompetenzen als auch meta-kognitive Reflektions- und Kommunikationsprozesse ein.
Dementsprechend gibt es international gesehen auch bereits eine
Reihe von Initiativen zur Softwareentwicklung und organisatorischer
Integration. Wie sich unter anderem auf der international gut besuchten
Konferenz des European Distance and E-Learning Networks (EDEN) vom 14.-17. Juni in Wien bei einem Workshop - den mein Kollege Dr. Erwin Bratengeyer
leitete - zeigte, hat hier Österreich mit einer bereichsübergreifenden
Initiative die sowohl Schulen und Hochschulen als auch Klein- und
Mittelbetriebe umfasst, eine - selbst im internationalen Vergleich -
fortgeschrittene Position eingenommen.
Forschungskooperation mit dem Forum Neue Medien – Austria
Besonders erwähnenswert ist hier ein vom Forum Neue Medien – Austria (fnm-a) koordiniertes Projekt das ebenfalls vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst (bm:bwk) finanziell gefördert wird. Darin werden in einer nationalen Initiative an verschiedenen Hochschulen prototypische Implementierungs- und Integrationsprozesse von ePortfolio Systemen vorangetrieben. Unser Projekt wird mit diesem anderen Projekt sehr eng kooperieren.
Unser Projekt geht davon aus, dass für einen langfristigen Erfolg im Sinne einer nachhaltigen Wirkung es an der Zeit ist, eine theoretische wie praktische Auswertung dieser vielfältigen Initiativen vorzunehmen. Ziel ist es dabei auf der Grundlage theoretischer Grundlagenarbeit eine kritische Zusammenführung der bisherigen Good Practice Beispiele vorzunehmen und für eine Handreichung in Form eines Leitfadens den österreichischen Hochschulen zur Verfügung zu stellen.
5 Fragestellungen
Das Projekt ist auf 2 Jahre angelegt und umfasst Forschungen zu 5 verschiedenen Themenbereichen ("Workpackages"):
- Entwicklung einer Taxonomie für E-Portfolios
- Beschreibung der (notwendigen) Rahmenbedingungen an Universitäten für die Einführung von E-Portfolios
- Beschreibung der (notwendigen) Funktionalitäten von E-Portfolio Software
- Einsatz von E-Portfolios im Rahmen von kompetenzbasierten Studiengängen
- E-Portfolios im Zusammenhang mit Trends in den Bildungsanforderungen und in der Personalentwicklung
- Category(s)
- E-Portfolio
