Medienbildung in Österreich
Doch recht stolz möchte ich auf unseren eben erschienenen Sammelband „Medienbildung in Österreich“ verweisen. Es ist hier gelungen, mehr als 40 österreichische bzw. in Österreich tätige AutorInnen zu versammeln, die erstmals einen umfassenden Einblick in theoretische Konzepte der Medienbildung und in die aktuelle Medienpraxis in Österreich geben.
Der Band beweist, dass auch im internationalen Vergleich die mediendidaktische und medienerzieherische Szene in Österreich ist zwar klein, aber sehr aktiv ist. So hat etwa heute E-Learning in Form von Web 2.0 und Social Software in Schulen und Hochschulen Eingang gefunden. Web- und Videoprojekte werden in der Sozialarbeit unter dem Stichwort „Empowerment durch Medien“ als persönlichkeitsstärkende Elemente eingesetzt.
Historische Beiträge im Buch zeigen darüber hinaus, dass nicht erst seit dem Computerspiel neue Medien kontroversiell diskutiert und abgelehnt werden, verweisen aber auch über die Bildpädagogik Otto Neuraths auf – heute beinahe vergessene – revolutionäre Methoden der Volksbildung.
Edith Blaschitz, Martin Seibt (Hrsg.):
Medienbildung in Österreich. Historische und aktuelle Entwicklungen, theoretische Positionen und Medienpraxis.
Wien, Münster, Berlin: LIT 2008, 462 S., EUR 29,90.-
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