Masterabschluss für alle PädagogInnen
Am 16.Juni 2007 hat die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), der Dachverband Schweizer LehrerInnen und Lehrer (LCH) sowie der bundesdeutsche Verband Bildung und Erziehung (VBE) die Erklärung von Leipzig (PDF, 116 kB) unterzeichnet. Darin wird eine Ausbildung von LehrerInnen auf mindestens Masterniveau gefordert, also die Absolvierung von "mindestens 6 plus 4 Semester bzw. 180 plus 120 ECTS". Ziel ist es, wie aus der entsprechenden Pressemeldung der GÖD hervorgeht, dass die LehrerInnenausbildung europaweit und für SchülerInnen alle Schulstufen auf einem einheitlichen hohen Qualifikationsniveau stattfindet.
Zumindest für Österreich ist Leipziger Erklärung nicht ganz ohne
Sprengstoff: In Deutschland wird bereits in den meisten Bundesländern
die LehrerInnenausbildung auf Master umgestellt. Während sich die
Schweiz noch nicht entschieden hat, fährt Österreich ein zweigleisiges
Modell: PflichtschullehrerInnen (6 semestriger Bachelor an den mit 1.
Oktober startenden Pädagogischen Hochschulen) und AHS-LehrerInnen
(bisher 4+5 also 9 Semester an Universitäten).
Die Gleichwertigkeit in Aus-und Fortbildung von LehrerInnen soll – so die Leipziger Erklärung – "soll durch gemeinsamen Aktionen und Initiativen gefördert und in die Tat umgesetzt werden". Da bin ich schon gespannt an welche Aktionen hier gedacht ist, oder ob dies nur bloß eine Erklärung war.
Für unser Department IMB ist diese Entwicklung nicht ganz unproblematisch. Es gilt nicht nur diese Entwicklung genau zu verfolgen, sondern sich selbst als Kooperationspartner für diese Qualifizierungsinitiative anzubieten. Der Vorsitzende der Lehrersektion der GÖD Walter Riegler spricht in seiner Pressemeldung vom 11. Juli davon, dass die Ausbildung gleichwertig sein müsse, aber nicht unbedingt auf einer Universität erfolgen müsse. Mit der DUK wären jedoch beide Aspekte gleichzeitig zu erreichen: Gleichwertigkeit in Qualität und Universitätsabschluss.
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