Literaturverwaltung leicht gemacht
Kennen Sie
das Szenario, blätternd und kramend vor 10 Stapeln Artikeln zu stehen, die
jeweils nach Thema klassifiziert am Boden herumliegen und ein Paper zu suchen,
an das Sie sich nur mehr verblasst erinnern, von dem Sie aber wissen,
dass es relevante Information enthält und irgendwo sein muss? – Problem!
Papier kann man schwer fünf Kategorien gleichzeitig zuordnen... daher immer die
Frage: zu welchem Stapel gehört dieser Artikel denn nun dazu?? Wenn man sich da auf sein
Gedächtnis und Post It’s verlässt gerät man auch rasch an seine Grenzen. Nun,
eine effektive elektronische Literaturverwaltung vereinfacht das
Leben – zumindest jedenfalls die wissenschaftliche Arbeit – und ist das Um und Auf, um Informationen effektiv und effizient wiederzufinden und weiterverarbeiten zu können.
Es gibt viele Programme, die vielfältige Funktionalitäten der Literaturverwaltung besitzen. Das meistgenutzte proprietäre Programm ist hier wohl
EndNote, das mit MS Word verknüpft ist und aus den angelegten Dateien automatisch Literaturverzeichnisse und Referenzen im Text in verschiedensten
Zitierstilen generiert. Eine hervorragende Open Source Alternative mit vielfältigen Funktionalitäten zur Literaturverwaltung bietet Zotero (für Windows und Mac).
Zotero ist eine
Firefox Extension und daher v.a. sinnvoll für Internet-Nutzer, die ohnehin Firefox nutzen. Dateien
(also Referenzen zu Artikeln, Büchern, Buchkapiteln etc.) können entweder händisch erstellt oder aus dem Web importiert werden. Auch der Import von
BibTeX Dateien ist möglich (herrlich,
wenn man auch mit LaTeX arbeitet!!). Die Dateien sind jeweils mit intuitiven Icons versehen, um gleich auf einen Blick die Art der Publikation identifizieren zu können. Einträge können wiederum in
verschiedensten Formaten exportiert werden (auch BiBTeX).
Zotero unterstützt die Verwaltung in hirarchischen Ordnern, wobei Items problemlos mittels drag & drop mehreren „Collections“ zugeordnet werden können. Darüber hinaus ist es möglich, Referenzen zu „taggen“, mit Notitzen zu versehen und sogar ganze Dokumente wie pdfs oder Web-Sites dranzuhängen. Eine Suchfunktion ermöglicht wiederum das Wiederfinden all dieser Info. Ein nützliches Feature ist sicher auch die Möglichkeit, Einträge miteinander zu verlinken und so ein Netz an zusammengehörigen Referenzen zu erstellen.
Ein Plug-In für Word ermöglicht des Weiteren die Integration der Referenzen in Word Dokumente und das Erstellen von Literaturlisten und Referenzen im Text in verschiedensten üblichen Zitierstilen, unter anderem den APA-Standard (American Psychological Association). Zotero ist einfach, praktisch und intuitiv. Es hat meiner Meinung nach die Funktionen, die man tatsächlich braucht und nicht mehr. Nach der ersten Testung bin ich jedenfalls begeistert von Funktionalität und einfacher Handhabung.
Ich danke Helmut Geppl für seine Testung und Empfehlung!
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- Open Source

http://www.bildungstechnologie.net/blog/literaturverwaltung-und-wissensorganisation
Ich schließe mich deiner Meinung an, die direkte Browserintegration ist ein Riesen-Vorteil!!!
lg Klaus