librarything.com - der Welt größter Buchclub?
Hinter www.librarything.com verbirgt sich eine Social Software, die es einem ermöglicht, eine Online-Bibliothek der eigenen Bücher anzulegen und anderen zur Verfügung zu stellen. Der Gründer Tim Spalding, der auch andere Web2.0-Dienste in's Leben gerufen hat, startete die Plattform im Mai 2006, mittlerweile sind mehr als 19 Millionen(!) Bücher eingetragen worden.
Das Prinzip ist denkbar einfach: man legt einen Account an, sucht die eigenen Bücher irgendwo im Netz, z.B. bei Amazon, und kann das gefundene Buch per Mausklick in die eigene Bibliothek übernehmen - sogar mit Cover!
Die üblichen Features von Social-Software-Anwendungen werden natürlich ebenfalls angeboten: man kann eigene Tags (Stichwörter) zum Buch hinzufügen, einen Kommentar bzw. eine Rezension schreiben, eine Bewertung abgeben (1-5 Sterne), und weitere Daten eintragen,
z.B. wann das Buch gekauft wurde, oder von wann bis wann es gelesen
wurde. Bei jedem Buch kann man entscheiden, ob es der Community
angezeigt werden soll ("Shared").
So erhält man eine Liste der eigenen Bücher, die unter einer
einfachen URL online einsehbar ist und nach den einzelnen Kriterien
sortiert werdne kann; ich habe vor Kurzem mal eine solche Liste
begonnen: http://www.librarything.com/catalog/khim
Die Stärken der Software kommen aber erst zum Tragen, wenn man die Community-Features benutzt! Ähnlich zu Social Bookmarks bekomme ich nämlich zu jedem Buch andere Menschen angezeigt, die dieses Buch ebenfalls besitzen, und kann so durch deren Bibliotheken auf interessante Neuerscheinungen aufmerksam werden, indem ich deren Liste absteigend nach Datum sortieren lassen oder nach gewissen Stichwörtern. Zu diesem Zweck gibt es auch den Menüpunkt "Suggestions", mit dem dezidiert Bücher empfohlen werden können.
Ein Problem solcher Dienste ist nach einer gewissen Zeit die Fülle, die einem geboten wird, und die trotz Tags und Sortieralgorithmen erschlagend sein kann; dafür hat man sich die Rubrik "Zeitgeist" (heißt auch im englischsprachigen Original so!) einfallen lassen. Dort findet man die neuesten Einträge, die bestbewertesten Bücher und Autoren/Autorinnen, die größten Bibliotheken, und viele weitere Top-Ten-Listen.
Auch können Gruppen angelegt werden; diese beinhalten dann einfach die Bücher aller Mitglieder und bieten ein Forum, um über die Werke zu diskutieren. Hier finde ich schade, dass automatisch alle meine Bücher in die Gruppe aufgenommen werden, so dass ich themen- oder interessenzentrierte Gruppen nicht wirklich gründen kann - nur über den Umweg, dass ich einen neuen Account für die Gruppe anlege und dort die Bücher neu hinzufüge - etwas schade :-(
Auf der Homepage werden natürlich Möglichkeiten genannt, wie Autoren/Autorinnen, Bibliotheken, Büchershops, Verlage librarything.com für sich nutzen können. Für mich ist allerdings die viel spannendere Frage, wie die Software in Lehr-/Lernprozesse eingebunden werden könnte? Spontan fällt mir z.B. ein, dass man ganz schnell und bequem Literaturlisten zur Verfügung stellen kann, z.B. für einen bestimmten Lehrgang oder für eine Deutschklasse vor der Matura.
Haben Sie vielleicht weitere Ideen?
- Category(s)
- Internetdienste
- Community
- Social Software

lg khim
Frage: Hat schon jemand Erfahrung mit einem Barcodeleser zur Erfassung der Buchtitel?
l.g.
Katharina Stephenson