Kognitive Prozesse beim Tagging
Warum ist es so schwer ein Objekt (zum Beispiel diesen Blog-Eintrag hier) in eine Kategorie einzuordnen? Was passiert bei diesem Prozess kognitiv im Hintergrund? Was macht den Unterschied zum Tagging aus? Und warum ist Tagging einfacher als Kategorisierung? Ein interessanter Essay von Rashimi Sinha geht diesen Fragen nach. Interessant, einmal die kognitiven Aspekte zu betrachten (ok, ja, ich bin Psychologin)... ;-)
Wer hat es noch nicht erlebt (zum Beispiel bei den eigenen
Browser-Bookmarks - *oh jammer*), dass das Kategorienschema für das zu
klassifizierende Objekt nicht passend war, dass in einer Kategorie zu
viele Objekte enthalten sind und in einer anderen wiederum zu wenige,
dass man Kategorien post-hoc verändern muss und Schwierigkeiten hat
bereits kategorisierte Objekte den neuen Kategorien anzupassen - und
dass man am Ende Objekte nicht wiederfindet...
"Start thinking of all this and you land into 'post activation analysis paralysis'. A state of fear that you will make the wrong decision. And the item will be lost forever - it will land in some deep well, some hard to access branch of the tree and disappear from your view and attention."
Tagging, so meint Sinha, ist einfacher und beseitigt diesen Entscheidungsprozess und die "post activation analysis paralysis". Sehr nachvollziehbar. Kognitionspsychologische empirische Befunde dazu wären sicher interessant.
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