Howard Rheingold hingegen
Eine Gegenstimme zum letzten Beitrag, der „Web 2.0“-kritische Stimmen versammelte: Howard Rheingold, der sich seit Jahrzehnten mit den soziokulturellen und politischen Auswirkungen neuer Technologien befasst (etwa im Buch „Smart Mobs“, 2003), antwortete auf die Frage "What are you optimistic about?" auf edge.org, dass er sehr optimistisch sei, da sich "the tools of cultural production in the hands of teens“ befinden.
Er sieht die Werkzeuge der Kulturproduktion – und distribution in den Händen von Vierzehnjährigen – und freut sich darüber:
„Which kind of population seems more likely to become actively engaged in civic affairs — a population of passive consumers, sitting slackjawed in their darkened rooms, soaking in mass-manufactured culture that is broadcast by a few to an audience of many, or a world of creators who might be misinformed or ill-intentioned, but in any case are actively engaged in producing as well as consuming cultural products?”
Als Beispiel eines politischen Umgangs mit neuen Technologien nennt er u.a. französische Jugendliche, die mit Hilfe von selbstproduzierten „Machinimas“ ihre eigene Version der Jugendrevolten in Frankreich der Öffentlichkeit zugänglich machten, siehe „French Democracy“
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Sogenannte Trivialmedien sind in diesem Sinn oftmals qualitativ hochwertiger, da sie auf vielschichtige Weise intellektuelle Partizipatiopn erlauben bzw. fördern. "French Democracy" ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem "Trivialmedium" (das Computerspiel "The Movies") etwas entsteht, dass man traditionellerweise der Hochkultur zuordnen würde.