Evaluation of Exploratory Search Systems (ESS)
Im Rahmen der Evaluation unsers MELT Projektes bin ich zum Ansatz der exploratory search gestoßen – ein recht neuer Aspekt der Informations-Exploration.
Exploratory search behavior bezeichnet man als etwas, was wohl jede/r Internetnutzer/in schon mal gemacht hat: in einem definierten inhaltlichen Bereich Informationen explorieren, wobei das Problem dabei meist nicht exakt definiert ist, die Person mit dem Problem selbst nicht vertraut ist und eine Erkundung der Information nötig ist. Ein wesentlicher Aspekt der dabei im Vordergrund steht ist der Lernprozess, der bei einer derartigen Suche entsteht (siehe z.B. White, Muresan, & Marchionini, 2006, ACM SIGIR 2006 Workshop on Evaluating Exploratory Search Systems) Exploratory search systems bezeichnen Systeme, die diesen Such- und Erkundungsprozess ermöglichen, z.B. Google.
Für einen Teilaspekt der Evaluation des Projektes MELT werden wir diesen Ansatz aufgreifen. Im Rahmen des Projektes werden Conten-Repositorien innerhalb Europas miteinander verknüpft und ein zentrales Portal geschaffen, das der Content-Suche dienen soll, aber auch der Verwaltung des Content. Besondere Bedeutung werden hier die Funktionen einnehmen, die gemeinschaftliches Indexieren (Social Tagging) ermöglichen - was wiederum einen positiven Einfluss auf den Suchprozess haben soll. Zur Evaluation der Effektivität und Effizienz des Suchprozesses werden wir, ausgehend vom Ansatz der explorativen Suche, ausführliche Benutzerprotokolle mit serverbasierten Session Logs kombinieren, um ein detailreiches und realistisches Gesamtbild des gesamten Prozesses sowie der Ergebnisse zu bekommen. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird. Fortsetzung folgt. :-)
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