ELearning und Gender im Web 2.0-Kontext: Prof. Heike Wiesner
Entscheidend für die Akzeptanz und die kreative Nutzung von Informationstechnik in Lern- und Arbeitskontexten ist, dass sich die Nutzenden mit der Technologie komfortabel und vertraut fühlen. Wie lassen sich Gender-Themen in Bereiche integrieren, deren inhaltliche Ausrichtung auf technische Handlungsfelder trifft, die ohne sichtbare Bezugnahme zur Kategorie Gender entwickelt wurden?
Dienstag, 8.1.2008: 17:00 - 18:30 ("Nachbesprechung" im Salzstadl)
DUK - SE 2.3
Anmeldung erbeten: sabine.zauchner@donau-uni.ac.at
Offenheit, Nutzer/innenfreundlichkeit und
Partizipation werden nicht nur zum Durchgangspunkt in der
Technik-Gender-Debatte erklärt, sondern finden auch Eingang im Web 2.0 Diskurs.
Hier lassen sich somit deutliche Parallelen zur Genderforschung aufspüren.
Wo anfänglich nur Lerninhalte und Aufgabenstellungen
abgerufen wurden, findet z.B. im eLearning 2.0 das kooperative und
konstruktivistische Arbeiten seine volle Entfaltung. Die Grenze zwischen
Lehrenden und Lernenden wird absichtsvoll vermischt und lädt zu neuen Lehr- und
Lernformen und inhaltlichen Neuorientierungen ein.
Ähnliches lässt sich auch in den vielfältigen
Wiki-Anwendungen beobachten. Wo vorher nur viele Fragen auf die „richtigen
Antworten“ gewartet haben, laden sogenannte Wikis einen grenzüberschreitenden
Schmelztiegel aus Laien- und ExpertInnenwissen an, das nicht nur abgerufen werden
kann, sondern zugleich auch weiterentwickelt werden kann. Dieser Mitmach-Effekt
scheint aber nicht nur den Lernalltag vieler Jugendlicher zu beflügeln, sondern
kann in Unternehmenskontexten neue und innovative Effekte herbeiführen.
Der Vortrag bietet einen Einblick in die Web
2.0-Debatte und das Konzept Gender und zeigt auf, wie es gelingen kann,
Erfolgskriterien für Innovationen und Chancengleichheit in bildungsrelevanten
wie beruflichen Kontexten zu entwickeln und umzusetzen.
