E-Portfolio-Educast für die TU Ilmenau
Am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau findet auch in diesem Semester wieder ein E-Portfolio-Seminar statt. Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Digitale Kommunikation" im 7. Semester des Bachelor-Studiums sind neben Vorlesungen und Seminaren vor Ort auch so genannte "Educasts" geplant - Vorträge, die per Video eingespielt werden.
Marcel Kirchner und Gunther Kreuzberger haben mich für einen solchen Educast am 21. Oktober 2008 eingeladen. Videoaufzeichnung und Präsentationsfolien im PDF-Format stehen unter einer Creative Commons License zur Verfügung und können am Ende dieses Beitrags abgerufen werden.
Mit Blick auf die Ziele der LV versuche ich in meinem Vortrag mit dem Titel "E-Portfolios sind mehr!!" auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des E-Portfolios und mögliche Auswirkungen auf unser Lernen in der Zukunft einzugehen. Dabei stehen vier wichtige Begriffe im Mittelpunkt: neben E-Portfolio selbst die Begriffe Kompetenz, Personal Learning Environment (PLE) und Acknowledgement of Prior Learning (APL).
Ausgehend vom EU-Programm für "Lebenslanges Lernen" und der Kampagne "E-Portfolio for all" ist die reformpädagogische Dimension des Portfolios mein erster Schwerpunkt. Welche Auswirkungen auf Lern- und Leistungsbeurteilungskultur hat Portfolioarbeit? Und vice versa - welche Rahmenbedingungen sind für einen erfolgreichen Portfolioeinsatz in Lehr-/Lernprozessen an (Hoch-)Schulen notwendig?
Neben den wichtigen Zielen des reflektierten und mehr selbstgesteuerten Lernens landen wir beim Übergang in die elektronische Form des Portfolios fast zwangsläufig bei einem erweiterten Begriff der Media-Literacy sowie dem individuellen Wissensmanagement, das den Zusammenhang zur persönlichen Lernumgebung (PLE) herstellt.
In Unternehmen ist der Focus ein ganz anderer, hier wird E-Portfolio eher im Zusammenhang mit Kompetenzmanagement gesehen. Welcher Mitarbeiter/welche Mitarbeiterin ist für eine bestimmte Aufgabe oder Position aufgrund seines/ihres Kompetenzprofils am besten geeignet? Welche Weiterbildungsmaßnahmen sind empfehlenswert, wie kann informelles Lernen am Arbeitsplatz oder in der Freizeit sichtbar und für das Unternehmen nutzbar gemacht werden? Softwareseitig gibt es hier eher Verschränkungen zum Human Ressource Management, und die Fragen "Wem gehören die Daten?" im E-Portfolio und "Wer hat welchen Zugriff?" sind in Unternehmen noch viel sensibler zu handhaben als in Bildungseinrichtungen; sicherlich mit ein Grund, warum die Verbreitung von E-Portfolios in der Wirtschaft eher gering ist.
Gemäß dem Titel der LV "Digitale Kommunikation" setze ich im Vortrag anschließend einen Schwerpunkt auf E-Portfolio-Softwarelösungen und berichte zunächst kurz von der Evaluation existierender Softwarelösungen, die bei uns am Department heuer durchgeführt wurde. Ich stelle zwei Beispielportfolios vor, die mit unterschiedlicher Software realisiert wurden, und bringe eine Idee, wie mit verteilten Webservices ein E-Portfolio realisiert werden könnte.
Den Abschluss bilden einige Gedanken zur Anerkennung informellen Lernens, wo über das Bewusst- und Sichtbarmachen von Kompetenzen eine enge Verbindung zur Portfolioidee gegeben ist - und vielleicht auch diverse Anerkennungsverfahren von einer elektronischen Variante profitieren könnten.
Durch einen Klick auf das Vorschaubild rechts kommen Sie zu einer eingebetteten Version des Screencasts, den Sie direkt im Browser abspielen können. Mit den Links unten können Sie das Flashvideo und die Vortragsfolien im PDF-Format downloaden.
E-Portfolios sind mehr!! Vortragsfolien
Size
1.9 MB
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File type
application/pdf
E-Portfolios sind mehr!! Educast
Size
21.4 MB
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File type
application/x-shockwave-flash
- Category(s)
- E-Portfolio


