DeGEval: Gesellschaft für Evaluation e.V.
Nach vier Monaten
Blogging-Pause, in denen ich vor allem Studierende mit Methodenfragen beglückt
und Projekte gemanagt habe, melde ich mich nach einem
intensiven Tagungs- und Meeting-Herbst nun auch wiedermal zu Wort. Und möchte
für alle Leserinnen und Leser, die an Evaluation interessiert sind zuerst
einmal ganz kurz über die Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval) berichten, die
von 10. bis 12. Oktober in Dresden
tagte. Im Speziellen möchte ich einen Blick auf die Medienevaluation werfen...
Die DeGEval ist ein Zusammenschluss von Personen und Institutionen, die im Bereich Evaluation tätig sind. Sie feierte dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen (siehe Tagungsdokumentation). Das Ziel der DeGEval ist es, Evaluation zu professionalisieren, unterschiedliche Perspektiven der Evaluation zusammenzuführen, Evaluation als Profession voranzutreiben und Standards für Evaluation zu etablieren. Die DeGEval ist mit anderen Europäischen Evaluationsgesellschaften vernetzt, insbesondere mit der Schweizer Gesellschaft für Evaluation (SEVAL). Zwei Mal jährlich erscheint die Zeitschrift für Evaluation, die von der DeGEval herausgegeben wird.
Die DeGEval hat derzeit 14 Arbeitskreise, die sich mit
den unterschiedlichsten Evaluationsfeldern befassen. Der Arbeitskreis
Medien wurde in seiner ursprünglichen Form erst kürzlich
aufgelöst. Gründer und ehemaliger Leiter des Arbeitskreises ist Marc Jelitto von der Fernuni Hagen.
Es zeigte sich, so Marc, dass der Bereich Medien zu breit angelegt war. Hier wäre es eventuell sinnvoll, den Bereich zu fokussieren und explizit zu konzentrieren auf die Evaluation von Lehr- und Lernprozessen mittels Medien, insbesondere digitalen Medien und unter Berücksichtigung einer Life Long Learning Perspektive, vom Kindergarten über Schule, Universität und Weiterbildung. Jedoch – und dies stellte sich auch als schwierig heraus – die Evaluation von Medienwirkung auf Lehr- und Lernprozesse passt in viele
Arbeitskreise hinein und wird dort abgedeckt (so z.B. Schule oder Hochschule, oder in den neu
formierten Kreis beruflicher Bildung). Jedoch ist er überall nur ein fünftes Rad am Wagen, dessen Bedeutung nicht wirklich gesehen wird, was meines Erachtens nach problematisch ist. Des Weiteren glaube ich, dass eine Community-Bildung so auch erschwert wird.
Am problematischsten für den Arbeitskreis war jedoch bis zuletzt die mangelnde Vernetzung innerhalb der Community, so Marc. Hier fühle ich mich selbst zum Networking aufgerufen – und möchte das auf diesem Weg auch an alle Interessierten weitergeben.
"Ich fand den Austausch in der DeGEval immer befruchtend - besonders weil immer sehr unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und meist auch Auftraggeber und -nehmer vertreten waren und neue Blickwinkel und Diskussionsansätze erlauben" (Marc Jelitto in einem Skype Gespräch am 30.10.07 ;-)).
- Category(s)
- Evaluation
