Was ist Evaluation?
Als
„Evaluationstante“ im IMB möchte ich mal ein paar grundlegende Worte zur
Evaluation sagen, auch wenn das für all jene, die sich mit Evaluation auseinandersetzen keine Neuigkeit ist. Evaluation boomt zwar – jede Maßnahme, jedes Projekt muss
evaluiert werden – was aber Evaluation denn genau ist, das ist vielen nicht
klar und sorgt noch immer für Verwirrung.
Evaluatorinnen und Evaluatoren werden immer wieder damit konfrontiert, dass der Begriff „Evaluation“ ein sehr breiter ist und darunter sehr vieles verstanden werden kann. Evaluation werden häufig mit Alltagsbewertungen gleichgesetzt, dem gegenüber, am anderen Ende der Skala, stehen systematische, theoretisch fundierte komplexe empirische Studien. Auch im akademischen Bereich wird unter Evaluation sehr viel verschiedenes subsummiert.
In der Einführungsliteratur (z.B. Rossi, Lipsey & Freeman, 2003; Fink, 1997; Wottawa & Thierau, 1998; Bortz & Döring, 2002, 2006) wird Evaluation als Teilbereich der empirischen Forschung gesehen, wobei Evaluation einige wesentliche Aspekte auszeichnen, insbesondere natürlich der Bewertungsaspekt: Evaluatorinnen und Evaluatoren müssen aufgrund ihrer Evaluationsstudie zum Beispiel den Erfolg einer Maßnahme bewerten (summativ) oder Empfehlungen abgeben, wie eine Maßnahme optimiert werden kann (formativ).
Die Definitionen haben alle eines gemeinsam: die systematische Anwendung empirischer Forschungsmethoden zur Bewertung eines Objektes (einer Maßnahme, eines Projektes, einer Intervention etc.). Aus diesem Grund wird Evaluation im wissenschaftlichen Kontext auch als „Evaluationsforschung“ bezeichnet, um sie eindeutig von Alltagsbewertungen abzugrenzen.
Fortsetzung folgt... :-)
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