bt talks - Programm Sommersemester 2008
Im Sommersemester stehen die bt talks unter dem Motto "Web 2.0 und Open Access – Grund zur Euphorie?" Wo stehen wir mit der Virtualisierung der Lehre an Hochschulen? Was bedeutet die wachsende Nutzung von Web 2.0 Angeboten und das Entstehen von Open Access-Initiativen für Konzepte von Lehre und Forschung? Hohe Erwartungen an eine grundlegende Erneuerung stehen Warnungen vor allzu großer Euphorie gegenüber. Eine Auseinandersetzung mit diesem Spannungsfeld steht im Sommersemester 2008 im Fokus der Vortragsreihe (vgl. Programmfolder)
Herkömmliche Konzepte von eLearning oder virtuellen Universität können leicht als vollständige Neuerfindungen der Aktivität Lernen bzw. der Organisation Universität missverstanden werden, oder als vordefinierte Idealzustände, die es nur noch herzustellen gilt. Das Konzept der Virtualisierung beschreibt dagegen eine graduelle, bei weitem nicht abgeschlossene Entwicklung, die zunehmende Wechselwirkung zwischen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und traditionellen akademischen Arbeits- und Kommunikationsformen. Eine solche Sichtweise erleichtert es, die Verwendung von Technologien auch im Kontext unterschiedlicher sozialer, aber vor allem organisatorischer Rahmenbedingungen zu verstehen.
Gleichzeitig verweist der Begriff der Virtualisierung auf eine erhöhte Potentialität, auf eine rasante Erweiterung der Möglichkeiten, wie Forschung und Lehre betrieben werden kann. Da von der zunehmenden Virtualisierung nicht nur Einzelpersonen, sondern in noch viel stärkerem Ausmaß Organisationen und soziale Systeme betroffen sind, soll aus der Perspektive der Institution Universität untersucht werden, in welchen Dimension sich die Außenbeziehungen, aber auch die Innenbeziehungen einer Bildungseinrichtung verändern können. Gleichzeitig wird deutlich gemacht, dass der effektive Einsatz von Bildungstechnologien nicht nur technische und pädagogische, sondern vor allem auch organisatorische Kompetenzen erfordert.
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