Austrian Museums Web 2.0??
Nachdem mir ja das letzte Mal das Wiener Technische Museum mit der Ausstellung "Medienwelten" als lobendes Beispiel in der Verwendung von neuen Technologien in der Studie Museums in Transition aufgefallen ist, konnte ich nun nicht widerstehen, andere österreichische Museumswebsites unter die Lupe zu nehmen. Wie sieht es hier mit der Verwendung von Web 2.0-Technologien aus? Nicht so gut.
Nachdem mir ja das letzte Mal das Wiener Technische Museum mit der Ausstellung "Medienwelten" als lobendes Beispiel in der Verwendung von neuen Technologien in der Studie Museums in Transition aufgefallen ist, konnte ich nun nicht widerstehen, andere österreichische Museumswebsites unter die Lupe zu nehmen. Wie sieht es hier mit der Verwendung von Web 2.0-Technologien aus? Nicht so gut.
Mein Rundblick war nur stichprobenartig und erhebt keine Anspruch auf Vollständigkeit, aber die meisten besuchten Sites beschränken sich auf die Bereitstellung von Informationen (wie man sich etwa vor Ort zurecht findet oder die Info, dass es vor Ort Audioguides gibt, in Bezug auf Kulturvermittlung wird meist auf Vermittlungsprogramme im Museum direkt verwiesen), das sind u.a. etwa das Naturhistorische Museum, das Tiroler Landesmuseum, das Museum der Moderne in Salzburg, das Lentos in Linz, das Kunsthistorische Museum, das Liechtenstein Museum, oder Schloß Schönbrunn (hier war ich übrigens richtiggehend entsetzt über die so genannten „Kinderseiten“, die jeden kindgerechten Zugang missen lassen). Die Kunsthalle in Wien bietet vor Ort Multimedia Guides an und das Kunsthaus Graz einen „Mobile Space Guide“ (der objektbezogene Audios und Videos liefert). Das Kunsthaus Bregenz kann man sich von außen über eine Webcam ansehen und bietet einen virtuellen Besuch.
Auf der Site des Ars Electronica Center in Linz, international führend in der Präsentation von Medienprojekten im Hause, konnte ich Blogs nur im Festivalteil finden. Das Wiener ZOOM-Kindermuseum, wie immer up-to-date und sehr interaktiv, hat einen eigenen Blogbereich (www.zoomblox.at). Das MUMOK bietet podcasts zu aktuellen Ausstellungen und auf www.mumokmedia.at die Möglichkeit für Schulklassen eigene Websites zu erstellen. Im BA-CA-Kunstforum kann man sich podcasts zu den Ausstellungen anhören und der „Person Art Assistent“, ein multimedialer Ausstellungsguide, verfügt gar über Version für Gehörlose.
Also nicht gerade eine berauschende Ausbeute für unser Thema. Und das finde ich eigentlich recht erstaunlich, denn gerade der Lernort Museum könnte von ortsunabhängigen Themen-Communities, von erweiterten Netzwerken, von der Integration von „Vor-Ort-Lernen“ und „Webszenarien“ enorm profitieren und auch neue Zielgruppen erreichen. Sehr erfolgreich läuft z.B. am Science Museum of Minnesota der Science Buzz Blog mit 500 registrierten Usern und immerhin 30.000-50.000 BesucherInnen im Monat. Das Museum of Modern Art in New York hat bei YouTube ein Audioprojekt der „The Residents“ präsentiert. User konnten Videobeiträge zur Musik der Gruppe erstellen. Die Saatchi Galerie, London etwa organisierte eine Ausstellung, in der die Öffentlichkeit online als Ko-Kurator fungieren konnte. Der Möglichkeiten also gibt es viele.
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- Kulturvermittlung
